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EASA und DJI: Offizielle UAS-Geozonen werden wichtiger

Die EASA hat am 22. Januar 2026 über eine Zusammenarbeit mit DJI informiert. Ziel ist, Drohnenpiloten stärker auf sichere und legale Flüge aufmerksam zu machen. Besonders wichtig ist dabei das Thema UAS-Geozonen, also geografische Bereiche mit Einschränkungen oder besonderen Auflagen für Drohnenflüge.

Nach Angaben der EASA veröffentlichen die nationalen Luftfahrtbehörden in Europa die offiziellen UAS-Geografischen Zonen im harmonisierten Geo-Awareness-Rahmen. DJI nutzt bei klassifizierten Produkten seit Januar 2026 ausschließlich diese offiziellen Daten der nationalen Behörden. Frühere DJI Fly Safe Datensätze wurden entfernt, um Missverständnisse zu vermeiden.

Warum das mehr ist als ein App-Update

Viele Drohnenpiloten haben sich lange daran gewöhnt, vor dem Start nur die Anzeige in der Hersteller-App zu prüfen. Die EASA stellt nun klar: Verantwortlich für die Definition und Aktualisierung von UAS-Geozonen sind die Mitgliedstaaten. Betreiber müssen die offiziellen Daten des Landes prüfen, in dem sie fliegen.

Für Deutschland ist DIPUL die zentrale Anlaufstelle. Das bedeutet: Wenn eine Drohne technisch starten kann, heißt das nicht automatisch, dass der Flug rechtlich zulässig ist. Umgekehrt kann eine Hersteller-App nur ein Hilfsmittel sein. Die rechtliche Prüfung bleibt beim Betreiber.

Was UAS-Geozonen in der Praxis bedeuten

UAS-Geozonen können Flugverbote, Höhenbeschränkungen, Genehmigungspflichten oder besondere Bedingungen enthalten. Typische sensible Bereiche sind Flughäfen, Kontrollzonen, Industrieanlagen, Kraftwerke, militärische Anlagen, Bahnanlagen, Naturschutzgebiete, Behördenliegenschaften und Einsatzorte von Polizei oder Rettungskräften.

Für gewerbliche Flüge ist deshalb vor jedem Einsatz zu prüfen, welche Zone betroffen ist, ob eine Zustimmung notwendig ist und welche Auflagen gelten. Das gilt für kurze Luftbilder genauso wie für Drohneninspektionen, Vermessungsflüge oder Dokumentationen.

Warum Auftraggeber darauf achten sollten

Ein Auftraggeber sieht häufig nur den gewünschten Nutzen: ein Dach soll geprüft, eine Baustelle dokumentiert oder eine Fläche vermessen werden. Ob der Einsatzort in einer Geozone liegt, ist nicht immer offensichtlich. Genau deshalb gehört die Geozonenprüfung zur professionellen Vorbereitung und sollte nicht erst am Startplatz stattfinden.

Seriöse Anbieter können erklären, welche Daten geprüft wurden, ob Auflagen bestehen und ob zusätzliche Abstimmungen nötig sind. Diese Vorbereitung schützt den Kunden vor unnötigen Risiken und sorgt dafür, dass der Termin realistisch geplant wird.

Herstellerdaten und offizielle Daten richtig einordnen

Die Zusammenarbeit zwischen EASA und DJI ist ein sinnvoller Schritt, weil sie Herstellerdaten stärker an amtliche Geozonen bindet. Trotzdem bleibt die offizielle Quelle entscheidend. Eine Drohnen-App kann warnen, blockieren oder freigeben, aber sie ersetzt nicht die Pflicht des Betreibers, die aktuellen Vorgaben der zuständigen Behörde zu kennen.

Gerade bei Einsätzen in Grenzbereichen, an Infrastruktur oder auf größeren Baustellen sollte die Prüfung dokumentiert werden. Dazu gehören Datum der Abfrage, betroffene Zone, mögliche Auflagen und die Entscheidung, ob eine Genehmigung oder Zustimmung nötig ist.

Fazit

Die EASA-Mitteilung macht deutlich: Offizielle UAS-Geozonen sind die Grundlage für sichere und legale Drohnenflüge. Hersteller-Apps werden besser, aber Verantwortung und Nachweis bleiben beim Betreiber. Für professionelle Drohnendienstleistungen ist das kein Hindernis, sondern Teil sauberer Qualitätssicherung.

Quellen

EASA - Zusammenarbeit mit DJI zu sicheren Drohnenflügen EASA - National Aviation Authorities und UAS-Geozonen DIPUL - Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt